Erfahrungsgebiete – Schulden

Zu Spitzenzeiten erreichte der Schuldenstand bei mir eine Höhe von circa 2,2 Millionen €. Dieser Schuldenturm ist aus persönlichen Bürgschaften, Krediten für meine Unternehmungen, Finanzierungen von vier Eigentumswohnungen und Verpflichtungen gegenüber etlichen kleinen Gläubigern angewachsen.

Ich habe alle Schulden tilgen können – gezahlt habe ich unterm Strich ca. 120.000,- € als Ergebnis unterschiedlicher Vergleichseinigungen. Der größte Coup war ein Vergleich mit meiner früheren Hausbank, deren Forderung auf 1,2 Millionen € angewachsen war. Diese Forderung konnte ich mit einem Betrag von ca. 25.000 € ablösen. Diesen Betrag habe ich überdies in angenehmen Raten über einen Zeitraum von drei Jahren getilgt.

Übrigens: Alle größeren Vergleiche habe ich in bequemen Raten und mit Tilgungsaussetzung fristgerecht ausgeglichen.

»Wer die Nerven hat, 2,2 Millionen €
Schulden zu machen, hat auch die
Nerven, diese wieder abzubauen.«

Diese Vergleiche konnte ich nur verwirklichen, weil ich mich vorher rechtlich abgesichert und eingerichtet hatte (nach dem Prinzip des Milliardärs Onassis: »Man muss die Sache nutzen, nicht besitzen«).

Meine Gläubiger haben das sehr schnell begriffen. So sind die Aktionen der Gerichtsvollzieher fast immer ins Leere gelaufen. Trotz ihres juristischen Sperrfeuers habe ich mich mit den Gläubigern immer telefonisch oder persönlich in Verbindung gesetzt, um die Vergleiche auszuhandeln.

Die Schulden hatte ich in 12 Jahren angehäuft; für ihren Abbau habe ich genauso lange gebraucht. In dieser Phase habe ich meine Kenntnisse in Sachen Zwangsvollstreckung und Umgang mit dem Gerichtsvollzieher und dem Vollstreckungsgericht intensiv ausgebaut.

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Wolfgang Rademacher

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